"Neu im Bundestag" - Ein spannender Abend mit MdB Dagmar Schmidt

 Im vollbesetzten Frauenkulturzentrum berichtete Dagmar Schmidt, die seit 2013 als SPD-Abgeordnete des Lahn-Dillkreises im Bundestag sitz,t über ihre Arbeit und auch darüber, wie man als junge Mutter Politik und Familie in Einklang bringt. Der ständige Wechsel zwischen Berlin und der geforderten Präsenz im Wahlkreis ist nicht immer einfach zu bewältigen. Eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe aus jungen Frauen und Männern hat sich zum Ziel gesetzt, hier auch bei den etablierten Abgeordneten ein Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen. Schon seit ihrem 16. Lebensjahr ist Dagmar Schmidt, studierte Historikerin, politisch aktiv: Schüler-AG, Jusos, Kreispolitik, Mitarbeiterin in der Landtagsfraktion und jetzt eben Bundestagsabgeordnete. Berlin – die große Bühne? Nein, sondern kontinuierliches Arbeiten in einem Bereich, arbeiten an einem Thema. Arbeit und Soziales in diesem Fall, und hier das alle betreffende Thema Rentenpolitik, flexible Rente, Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Konkret: Einführung eines ü45 freiwilligen Checkups, um herauszufinden, wie schaffe ich es, das geforderte Rentenalter zu erreichen. Angesichts der aktuellen Lage kam natürlich auch das zurzeit in allen Medien präsente Thema Flüchtlingspolitik zur Sprache. Dagmar Schmidt unterstützt sehr klar die Position der SPD-Fraktion, dass der Bund den Kommunen mehr Geld für diesen Bereich zur Verfügung stellen muss. Die Probleme werden vor Ort deutlich und führen zu Situationen, wie sie zurzeit aus den ostdeutschen Bundesländern berichtet werden. Als Probleme, die auf Bundesebene geregelt werden müssen, nannte sie die Anerkennung von Berufsabschlüssen und Qualifikationen, die Frage, welche Länder als sichere Herkunftsländer einzustufen sind, der Umgang mit dem Sonderproblem Sinti und Roma und vor allem die Frage: Wie schaffen wir es, eine europäische Wertegemeinschaft zu etablieren? Was an diesem Abend für alle Zuhörerinnen besonders deutlich wurde, ist die Tatsache, dass für diese Tätigkeit als Bundestagsabgeordnete eines wichtig ist: Engagement, Beharrlichkeit und eine klare politische Orientierung, und das wiederum in Einklang zu bringen mit der persönlichen Situation, Mutter eines kleinen Sohnes zu sein