Romanistik-Studentinnen über Schreiben zwischen den Kulturen

"Nie aufs Schreiben verzichten, wenn man eine Frau ist und aus dem Süden  - Schreiben zwischen den Kulturen bei Assia Djebar"

Wie leben Frauen in Algerien heute und wie lebten sie unter französischer Kolonialherrschaft? Unter welchen Bedingungen kann eine Frau in Algerien als Schriftstellerin arbeiten? Diese Fragen waren Thema der Veranstaltung am 06. Februar, die sich um das Werk der algerischen Schriftstellerin Assia Djebar drehte.

Zu Beginn lasen die Veranstalterinnen, Jessica Wilzek und Studentinnen der JLU, Auszüge aus Djebars Roman „Fantasia“. Darin erzählt die Autorin, die auf Französisch schreibt, wie sie im Algerien der Kolonialzeit aufwächst und sich von Kindheit an zwischen den Kulturen bewegt. „Man lernt durch die Bücher von Assia Djebar eine ganz andere Welt kennen. Und wenn man sich mit den Bedingungen unter denen Frauen in vielen Ländern heute leben beschäftigt, lernt man die eigene Freiheit viel mehr zu schätzen“, fasste eine Studentin ihre Eindrücke des Romans zusammen. „Wir freuen uns sehr, Gast im Frauenkulturzentrum zu sein“, sagte Seminarleiterin Jessica Wilzek. „Für die Studentinnen ist es eine Möglichkeit das Zentrum kennen zu lernen und aus dem Seminarraum raus zu gehen. Es ist schön zu sehen, wenn die Ergebnisse ihrer Arbeit auch ein breites Publikum interessieren.“ Die Zuhörerinnen konnten nach der Lesung noch einen Einblick in die Arbeit der Studentinnen gewinnen. In einer Art Vernissage präsentierten sie Poster zu einzelnen Themen des Romans und Hintergrundinformationen über Frauen in Algerien.