Ausstellung im FrauenKulturZentrum 6.11.2020

Malerei in Großformat

Die Künstlerin Ingrid Schmidt erzählt:

Mein erster Kontakt mit Farben waren Wasserfarben im Malunterricht in der Schule. Kinderzeichnungen von mir gibt es nicht.

2002 erfuhr ich von einem Workshop in Wetzlar von Iris Trenkler-Malfeld „Malen mit großem Pinsel auf großer Leinwand“ Das hat mich neugierig gemacht und ich habe mich mutig angemeldet. So begann das große Abenteuer mit der Leinwand und den Farben. Erst wurden die Rahmen (100/120 cm) zusammengesteckt, dann die Leinwand gespannt und festgetackert.  Nach dem Auftragen der Grundierung spannte sich diese. Eine herrliche glatte weiße Fläche. Soll man diese unberührte Fläche bemalen?

Der „Tulpenstrauß vor dem Fenster“ ist mein 1. Bild. Entstanden aus dem Mut mit einem großen Pinsel auf diese Leinwand Farbe zu bringen. Der Pinsel hat dann bestimmt und der Tulpenstrauß war auf der Leinwand.  

Später kamen erst die Ideen für ein Bild und dann die Umsetzung. Manchmal war es ein Blick aus dem Fenster oder in einen Katalog eines großen Künstlers. (Es waren tatsächlich immer Männer) Manchmal war es nur ein Farbklecks, der in meiner Fantasie eine Gestalt annahm. Zum Beispiel die kleinen Bilder „Spielereien“ oder das große Bild „Vertreibung aus dem Paradies“. Oder meine grüne Lieblingsvase.

Die kanadische Künstlerin Emily Carr (1871 – 1945) hat mich bei den Bildern „Northwestcoast“ und „Totem I und II“ beeinflusst.

Bei den Bildern „Gertis Garten“ habe ich den Blick von der Terrasse in den etwas verwilderten Garten meiner Schwester Gerti festgehalten. Der Blick löst sich in Farben und Formen auf. Ein neuer Weg für mich zur Gestaltung meiner Bilder.