April 2020

Liebe Frauen!

Wieder liegt das neue Programm vor Ihnen. Wie immer haben wir uns bemüht, Ihnen Information und Unterhaltung in freundlicher Atmosphäre anzubieten.

Wir bieten Lesungen, Vorträge, Ausstellungen, aber auch gemeinsame Aktivitäten, wie z.B. den Spielenachmittag, der immer beliebter wird. Auch gibt es fortlaufende Kurse (Sprachen, Schreiben, Qi-Gong etc.), in die Sie bei Interesse einsteigen können, Ich möchte auch noch mal auf das fortlaufende Angebot „Yoga am Stuhl“ hinweisen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das zwar auch anstrengend ist, aber auch Spaß macht. Und hinterher geht es Ihnen richtig gut. Ein Anruf bei den Trainerinnen und Sie können jederzeit einsteigen.

Wenn Sie uns noch nicht kennen, eignet sich zum Einstieg die Teilnahme an einem der Brunchs gut. Hier kommen Sie ganz schnell ins Gespräch. Besonders möchte ich auf unseren Neujahrsempfang hinweisen, der dieses Jahr im Zeichen unseres Jubiläums steht. Der Elisabeth-Selbert-Verein bestand im Jahre 2019 seit 30 Jahren, das Frauenkulturzentrum gibt es seit 25 Jahren! Grund genug, mit uns zu feiern.

Bitte suchen Sie heraus, was Ihnen zusagt und notieren Sie sich am besten gleich den Termin!!!!
Wir sehen uns im Zentrum!!                                                                       Anne Schmidt

Dienstag, 7. April 2020 - 19:00   -   Veranstaltung

Singen alter Volkslieder

Die Sängerinnen Ina Olyai und Rosa Grätz-Jung wollen uns mit Gitarrenbegleitung dazu ermuntern, fast vergessene alte Liedtexte wieder in Erinnerung zu bringen. Wir wollen uns einmal im Monat jeweils am 1. Dienstag des Monats treffen und eine bis eineinhalb Stunden zusammen singen.

Leitung

Ina Olyai

Rosa Grätz-Jung

weitere Informationen

Kostenbeitrag 3 €
jd. 1. Dienstag im Monat,Sommerpause im Juli und August
Nur für Frauen.

Samstag, 18. April 2020 - 10:30   -   Brunch und Vortrag

Das kunstseidene Mädchen

ist 1932 Irmgard Keuns großer Erfolg. Nach dem 1. Weltkrieg hatte sich das Bild der Frau sehr gewandelt: Die Röcke wurden kurz, die Haare auch. Durch die Industrialisierung gab es nun viele Arbeitsplätze in Büros für Frauen, leider schlecht bezahlt. Es reichte nicht für Seide, aber wenigstens für Kunstseide. Keuns schnodderiger Stil kommt nicht nur in Berlin gut an, auch ihr 1. Buch „Gilgi, eine von uns“ hat 1931 Erfolg. Die Nazis nennen das „Asphaltliteratur“, und Keun kann nicht mehr schreiben. Sie folgt erst ihrem jüdischen Verlobten in die USA; kehrt aber ernüchtert zurück und pendelt zwischen dem Elternhaus im Rheinland, Holland und Frankreich, lebt einige Zeit mit Joseph Roth. Sie schreibt weiter, über Exil-Erfahrungen, kann aber  nach 1945 nicht mehr an ihre Erfolge anknüpfen. Eine Ehe scheitert, Keun trinkt zu viel und nervt. Heinrich Böll hilft eine Weile, bis es ihm zu viel wird. Keun bekommt ein Kind, dessen Vater sie nicht nennt und um das sich oft Ämter und Freunde kümmern. Erst in den Siebzigern wird sie wieder entdeckt, ähnlich wie Marie Luise Fleisser. Irmgard Keun stirbt verarmt 1982

Veranstalter

Elisabeth-Selbert-Verein e.V.

Referentin

Gaby Rehnelt

weitere Informationen

Kostenbeteiligung Brunch 5 €
ab 10:30 Brunch, um 12 Uhr Vortrag
Nur für Frauen.

Mittwoch, 22. April 2020 - 19:00   -   Bebilderter Vortrag

Eine Reise in die Wüste

Eine Reise in die Wüste- in diesem bebilderten Vortrag nimmt Sie die Referentin mit auf eine Reise in die marokkanische Sahara. Von der Medina Marrakechs, über karge, spektakuläre Gebirgszüge, durch Flusstäler mit tausenden von Palmen, vorbei an Lehmdörfern, Gärten und eindrucksvollen Kasbahs bis hinein in die Sahara geht die Tour.
Der Süden Marokkos ist von überraschender Schönheit und beherbergt eine kulturelle Vielfalt: tiefverwurzelte Traditionen, eine Bibliothek mit 1000 Jahre alten Manuskripten und vieles mehr....
Sie sind herzlich eingeladen an diesem Abend mitzureisen!

Referentin

Sonja Blank-Weissinger, Personality Coaching

Spenden willkommen
Nur für Frauen.

Samstag, 25. April 2020 - 11:00   -   Offene Galerie zur aktuellen Ausstellung

Galerie am 4. Samstag

Für Interessierte, die zu unseren normalen Öffnungszeiten keine Gelegenheit haben, die aktuellen Ausstellungen anzusehen, besteht die Möglichkeit, an jedem vierten Samstag im Monat die Arbeiten in Ruhe anzuschauen. Wenn möglich, wird die  Künstlerin anwesend sein.

Betreuung

Ingrid Schmidt

Christel Stroh

jd. 4. Samstag im Monat 11-13 Uhr
Spenden willkommen.
Für Frauen und Männer.

wer war Alice Salomon (1872-1948)?

Obwohl in Preußen Frauen erst ab 1908 zum Studium zugelassen waren, schloss Alice Salomon ihr Studium der Nationalökonomie 1906 mit einer Promotion an der Berliner Universität ab. Das Thema ihrer Doktorarbeit lautete: „Die Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit“.
Nachdem sie mehrere Jahre die Leitung der „Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit“ übernommen hatte, gründete sie 1908 in Berlin die erste deutsche „Soziale Frauenschule“. Das war der Beginn der professionellen Sozialarbeit.
Als Frauenrechtlerin und Sozialpolitikerin schloss sie sich früh der Internationalen Frauenbewegung an und war häufig zu Vortragsreisen im Ausland unterwegs, bis sie 1937 gezwungen wurde, Deutschland zu verlassen.
Anlässlich ihres 70. Todestages zeigte das Frauen-museum Wiesbaden die Ausstellung “Die Kunst des Gedenkens – Alice Salomon“, die von der Schweizer Künstlerin DESSA erarbeitet wurde.

Der Vortrag erinnert an die verschiedenen Lebensstationen von Alice Salomon von Berlin bis New York.

Referentin

Soziologin, Sozialpädagogin Marlies Segschneider, Lahnau

Spenden willkommen
Nur für Frauen.