Oktober 2021

Nach der Corona-bedingten „Zwangspause“ im Sommer, wird das Frauenkulturzentrum ab September wieder ein reduziertes Programm anbieten. Es wird einige Vorträge und Workshops geben, die wir nicht wie gewohnt in einem Programmheft für 4 Monate, sondern in monatlichen Blättern, im Internet und in der Presse ankündigen werden. Damit können wir flexibel auf neue Entwicklungen reagieren. Leider müssen wir bis auf Weiteres auf ein Kernstück unserer Arbeit, nämlich auf die monatlichen Brunchs, verzichten, ebenso bis auf Weiteres auf Ausstellungen und Vernissagen. Dass diese unter den räumlichen Bedingungen nicht durchführbar sind, tut uns sehr leid.

Selbstverständlich werden bei allen Angeboten die bekannten Hygiene- und Gesundheitsregeln eingehalten. Da wir dafür die Teilnahmezahlen reduzieren müssen, sind ab jetzt Anmeldungen zu unseren Veranstaltungen erforderlich.

Die hinter uns liegende Pause hat unsere sowieso eher knappen Finanzen extrem belastet. Alle festen Ausgaben blieben, während wir so gut wie keine Einnahmen hatten. Mehr denn je sind wir auf großzügige Spenden angewiesen, damit unser Zentrum überleben kann.

Freitag, 1. Oktober 2021 - 15:00   -   fortlaufende Veranstaltung

Kurs: Schreiben über mich selbst - Sich selbst erschreiben

Was möchte ich erzählen über mein Leben, wenn ich Erinnerungen nachspüre, sie neu sortiere? Brauche ich einen roten Faden in meiner Geschichte? Oder finde ich bunte Fäden und lose Enden, die ich neu verknüpfen kann?

Im autobiografischen Schreiben die eigene Sprache finden, die eigene Fantasie befreien, sind die Wege, die zu der eigenen, spannenden Geschichte führen. Die Heilkraft des Schreibens setzt auf den achtsamen Umgang mit der Ressource „Lebensgeschichte“. Eingewoben in einen selbstverfassten Text können Umbrüche, Erlebnisse und Erfahrungen sich in neuen Mustern zeigen.  

Hier ist der Raum, den Nuancen, Umwegen und Augenblicken nachzugehen, die uns ausmachen, um der Geschichte unseres Lebens „auf die Spur zu kommen“.


 

Dozentin

Maggie Thieme, Filmwissenschaftlerin, Schreibdozentin

Nähere Informationen und Anmeldung

9 Termine Beginn 1.10.2021
bis spät.: 24.09. unter info@calliope-schreibkunst.de oder Mobil : 01573-1990811
Nur für Frauen.

Samstag, 9. Oktober 2021 - 10:00   -   Tageskurs

Kinesio Taping Basiskurs (Tapen, aber richtig) Heile Dich selbst! Hilfe zur Selbsthilfe

 Das Kinesio Taping ist eine ganzheitliche Behandlung mit selbstklebenden Tapes, basierend auf Erkenntnissen der Traditionellen Chinesischen Medizin und wirkt über die Verbindung zwischen Meridianen, Organen und Muskeln im menschlichen (und tierischen) Körper. Die Anwendungsgebiete sind vor allem schmerzhafte Muskelverspannungen und Verletzungen des Bewegungsapparates. Das richtig angelegte Kinesio Tape wirkt schmerzlindernd. Wissenschaftliche Forschungen haben bewiesen, dass der Reiz des Tapes auf der Haut das eigentliche Schmerzsignal im Gehirn überlagert, und dieses sich somit verringert oder gar auflöst.
Verschiedene Techniken und Materialbeschaffenheiten des Kinesio Taping können Muskelfunktionen stimulieren, Durchblutung sowie Gelenkfunktionen unterstützen und somit das Schmerzgeschehen bei chronischen und akuten Erkrankungen positiv beeinflussen.
In diesem Kurs lernen Sie das Tapen, von Kopf bis zu den Füßen. Sie können es z.B. bei Nackenverspannungen, Schulter-, Rücken-, Hüft-, Knie,- und Fußschmerzen bei sich und anderen anwenden.


                                                         
Falls eine Präsenzveranstaltung nicht möglich ist, sind auch Präventionskurse online möglich via ZOOM (bitte bei der Kursleiterin nachfragen)
 

Kursleiterin

Heilpraktikerin u. Sportwissenschaftlerin Heike Jendreizik

Anmeldung

Kosten: 75,-€ inkl. Tapes und ausführlichem script, Dauer 10-16 Uhr
Begrenzte Teilnehmerinnenzahl. Anmeldungen bitte bis zum 30.9.2021 per mail oder tel.: heikejendreizik@hotmail.com, mobil: 0176 8249 2948
Nur für Frauen.

Samstag, 16. Oktober 2021 - 10:30   -   Brunch mit Vortrag

"Das kunstseidene Mädchen"

Das kunstseidene Mädchen ist 1932 Irmgard Keuns großer Erfolg. Nach dem 1. Weltkrieg hatte sich das Bild der Frau sehr gewandelt: Die Röcke wurden kurz, die Haare auch. Durch die Industrialisierung gab es nun viele Arbeitsplätze in Büros für Frauen, leider schlecht bezahlt. Es reichte nicht für Seide, aber wenigstens für Kunstseide. Keuns schnodderiger Stil kommt nicht nur in Berlin gut an, auch ihr 1. Buch „Gilgi, eine von uns“ hat 1931 Erfolg. Die Nazis nennen das „Asphaltliteratur“, und Keun kann nicht mehr schreiben. Sie folgt erst ihrem jüdischen Verlobten in die USA; kehrt aber ernüchtert zurück und pendelt zwischen dem Elternhaus im Rheinland, Holland und Frankreich, lebt einige Zeit mit Joseph Roth. Sie schreibt weiter, über Exil-Erfahrungen, kann aber  nach 1945 nicht mehr an ihre Erfolge anknüpfen. Eine Ehe scheitert, Keun trinkt zu viel und nervt. Heinrich Böll hilft eine Weile, bis es ihm zu viel wird. Keun bekommt ein Kind, dessen Vater sie nicht nennt und um das sich oft Ämter und Freunde kümmern. Erst in den Siebzigern wird sie wieder entdeckt, ähnlich wie Marie Luise Fleisser. Irmgard Keun stirbt verarmt 1982.


 (Wenn die Corona-Zahlen „im guten Bereich“ bleiben, können wir den Brunch auch evtl. wie gewohnt anbieten)

 

Veranstalter

Elisabeth-Selbert-Verein e.V.

Referentin

Gaby Rehnelt

weitere Informationen

Spenden erlaubt
Nur für Frauen.

Mittwoch, 20. Oktober 2021 - 19:00   -   Vortrag

Der Beckenboden

Über die Jahre vergisst frau leicht den Beckenboden. Dass er hier und da mal seine Aufgaben nicht so ganz richtig wahrnimmt – damit muss frau wohl leben.
Aber warum eigentlich?
Wo hat der Beckenboden seinen Platz? Was muss er können? Welchen Einfluss nehmen Haltung, Atmung und die Psyche? Wie unterscheidet man eine hyperaktive Blase von einem Belastungsproblem? Ist der Beckenboden schwach oder verspannt? Welcher Sport ist gut?
Gezielte Veränderungen in unserem Alltagsverhalten wirken sich schnell positiv auf die Beckenboden-funktion aus. Mit einem bunten Strauß an Anregungen werden wir unseren Beckenboden wachmachen

 

Referentin

Beckenbodenkursleiterin Kerstin Bäcker

Spenden erlaubt
Nur für Frauen.

Samstag, 23. Oktober 2021 - 11:00   -   Offene Galerie zur aktuellen Ausstellung

Galerie am 4. Samstag

Für Interessierte, die zu unseren normalen Öffnungszeiten keine Gelegenheit haben, die aktuellen Ausstellungen anzusehen, besteht die Möglichkeit, an jedem vierten Samstag im Monat die Arbeiten in Ruhe anzuschauen. Wenn möglich, wird die  Künstlerin anwesend sein.

Betreuung

Ingrid Schmidt

Christel Stroh

jd. 4. Samstag im Monat 11-13 Uhr
Spenden willkommen.
Für Frauen und Männer.

Sonntag, 24. Oktober 2021 - 15:30   -   Vortrag

Seenotrettung mit der ALAN KURDI

Vera Bonica berichtet von ihrem Einsatz als Krankenschwester auf dem Rettungsschiff ALAN KURDI.
Seit 20 Jahren flüchten verstärkt Menschen über das Mittelmeer nach Europa. Seit 20 Jahren sterben jährlich Tausende. Alleine 2021 waren bis Ende Juni über 800 Menschen nachweislich ertrunken.
Die Pflicht zur Seenotrettung haben die Mittelmeeranrainerstaaten längst "über Bord" geworfen. Darum haben sich seit 2013 verschiedene NGOs (Nichtregierungsorganisationen) gegründet, die - ausschließlich über Spenden finanziert - mit Rettungsschiffen und Freiwilligen auf dem Mittelmeer in Seenot geratene Menschen retten.
Allerdings ist diese Arbeit nur "ein Tropfen auf den heißen Stein", es muss dringend wieder staatliche Seenotrettung der Länder installiert werden.
Die ALAN KURDI ist ein Schiff der NGO "Sea -Eye" und ist ebenfalls auf Spendenbasis tätig!


 

Referentin

Vera Bonica

weitere Informationen

Spenden bitte an: Sea-Eye e. V. IBAN: DE60 7509 0000 0000 0798 98
Nur für Frauen.

Sonntag, 31. Oktober 2021 - 15:30   -   Vortrag

Theater erleben: Heinrich von Kleist: DER ZERBROCHNE KRUG

Gerichtstag in Huisum! In Ivos Kammer ist ein Krug zerbrochen. Jetzt klagt der Vater gegen Ruperta, Ivos Verlobte. Dorfrichterin Adam (Carolin Weber), nach einer wilden Nacht in kläglichem Zustand, möchte den Fall am liebsten vertagen. Doch Gerichtsrätin Walter (Anne-Elise Minetti) will ausgerechnet an diesem Tag Adams Tauglichkeit als Richterin überprüfen. Bald schon verstrickt sich die Dorfrichterin in Widersprüche - ein grotesk komischer Kampf um die Wahrheit beginnt ... Machtmissbrauch, sexuelle Übergriffe und eine schlau-dreiste Richterin ohne Unrechtsbewusstsein: In Katharina Ramsers Inszenierung wird durch die Umkehrung der Geschlechter die herrschende Realität bis zur Kenntlichkeit entstellt

Vorstellungsbesuch: 7. November um 15.00 Uhr mit anschließendem Nachgespräch.
Informat.https://www.stadttheater-giessen.de/spielzeit/schauspiel/produktion/der-...
                             
 

Referentin

Carola Schiefke, Dramaturgin

weitere Informationen

Kooperation mit dem Stadttheater Gießen. Spenden erlaubt
Nur für Frauen.