November 2021

Nach der Corona-bedingten „Zwangspause“ im Sommer, wird das Frauenkulturzentrum ab September wieder ein reduziertes Programm anbieten. Es wird einige Vorträge und Workshops geben, die wir nicht wie gewohnt in einem Programmheft für 4 Monate, sondern in monatlichen Blättern, im Internet und in der Presse ankündigen werden. Damit können wir flexibel auf neue Entwicklungen reagieren. Leider müssen wir bis auf Weiteres auf ein Kernstück unserer Arbeit, nämlich auf die monatlichen Brunchs, verzichten, ebenso bis auf Weiteres auf Ausstellungen und Vernissagen. Dass diese unter den räumlichen Bedingungen nicht durchführbar sind, tut uns sehr leid.

Selbstverständlich werden bei allen Angeboten die bekannten Hygiene- und Gesundheitsregeln eingehalten. Da wir dafür die Teilnahmezahlen reduzieren müssen, sind ab jetzt Anmeldungen zu unseren Veranstaltungen erforderlich.

Die hinter uns liegende Pause hat unsere sowieso eher knappen Finanzen extrem belastet. Alle festen Ausgaben blieben, während wir so gut wie keine Einnahmen hatten. Mehr denn je sind wir auf großzügige Spenden angewiesen, damit unser Zentrum überleben kann.

Mittwoch, 3. November 2021 - 19:00   -   Vortrag

„Different Horrors, Same Hell“ – Literarische Zeugnisse und Erzählungen von Frauen über die Konzentrationslager

„Die Kriege gehören den Männern, daher auch die Kriegserinnerungen“, schrieb Ruth Klüger 1992 in ihren Erinnerungen „weiter leben“. Dies galt vielfach auch für die Holocausterfahrungen von Frauen. Bis in die 1980er Jahre hinein wurde oft noch stillschweigend vorausgesetzt, dass die Perspektive der männlichen Häftlinge repräsentativ für die Erlebnisse aller Holocaust-Opfer war. Die Erfahrungen und die (Über-lebens-) Bedingungen von Frauen, die zwischen 1939 und 1945 in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern inhaftiert waren, unterschieden sich jedoch in mehrfacher und entscheidender Hinsicht sehr von denen der männlichen Gefangenen.
Dabei haben überlebende Frauen ihre vielfältigen Erlebnisse bereits unmittelbar während der Geschehnisse und bis heute in einer Vielzahl von literarischen Werken (Autobiografien, Erlebnisberichten, Romanen) festgehalten und erzählt. Einige Beispiele, wie etwa die Erlebnisberichte von Seweryna Szmaglewska „Die Frauen von Birkenau“ (polnisches Original 1945) und Krystyna Zywulska „Wo vorher Birken waren“ (polnisches Original 1946), aber auch Liana Millus Erzählung „Rauch über Birkenau“ (italienisches Original 1946), Cordelia Edvardsons autobiografischer Roman „Gebranntes Kind sucht das Feuer“ (schwedisches Original 1984) sowie Ruth Klügers Erinnerungswerk „weiter leben“ (deutsches Original 1992) sollen im Vortrag vorgestellt und daran das spezifische Leiden von Frauen im Konzentrationslager sowie die Themen und Formen weiblicher Holocaust- und Lagerliteratur aufgezeigt werden.

Referentin

Charlotte Kitzinger

Spenden erlaubt
Nur für Frauen.

Sonntag, 14. November 2021 - 11:00   -   Ausstellungseröffnung

Ausstellungseröffnung "Licht und Farbe" - Aquarelle

Sechs Frauen stellen ihre Arbeiten aus:

Edith Willmans-Reichert, Inga Lotz,   Maria Siefen-Just,  Ursa Baur-Weigand, Elke Therre-Staal , Vera Jughard und deren Lehrer Michael Müller-Ahlheim.

Die Malgruppe arbeitet seit sechs Jahren mit ihrem künstlerischen Leiter Michael Müller-Ahlheim. „Wir kennen uns seit vielen Jahren“, sagt Ursa Baur-Weigand, die in Giessen als Frauenärztin und Psychotherapeutin in eigener Praxis gearbeitet hatte.
Alle Frauen sind oder waren Psychotherapeutinnen in eigener Praxis, Maria Siefen-Just ist Psychoanalytikerin. Gemeinsam ist ihnen die Lust am Malen, der emotionale Zugang zum Erleben von Kreativität und Ästhetik durch Farbe und Formgestaltung. Ihr Lehrer ist Künstler und unterrichtet als Dozent in dem Centro Interculturale der Villa Palagione bei Volterra. Dort trifft sich die Malgruppe einmal im Jahr zur Vertiefung und Erweiterung ihrer Studien. Die Ausstellungsobjekte spiegeln in ihrer künstlerischen Aussagekraft die Persönlichkeiten der einzelnen Künstlerinnen wieder.

 

 

Anmeldung und Informationen

Ausstellungsende 31.12.2021
Wegen der 3G-Regeln findet die Vernissage in 2 Gruppen (11 und 14 Uhr) statt. Anmeldung erforderlich bei Frau Therre-Stahl und im FrauenKulturZentrum Tel. 13071 mit Terminangabe
Nur für Frauen.

Mittwoch, 17. November 2021 - 19:00   -   Vortrag

Gewalt in der Familie und die strafrechtliche Verfolgung - Wie geht unser Rechtssystem damit um, wenn die eigenen vier Wände zum Tatort werden und die Familienangehörigen die Protagonisten dieses Schreckens sind?

Solche Vorfälle treffen die Betroffenen meistens hart und unerwartet. Unabhängig davon in welcher Form die Gewalt erfolgt (physischer, psychischer oder sexueller Form), eines ist diesen gemeinsam: Die Betroffenen sprechen nicht gerne über das Erlebte. Vielmehr wird das Erlebte aus der Furcht vor einer gesellschaftlichen Entblößung heraus verschwiegen und verdrängt. Das eigene (und intime) Leben soll möglichst nicht zum Thema der Öffentlichkeit werden. Diese innere Haltung der Verletzten ist durchaus nachvollziehbar.
Aber wie geht unser Rechtssystem mit der Gewalt in der Familie um? Können Straftaten aufgeklärt werden, wenn die Beteiligten schweigen?
Ich möchte mit meinem Vortrag, einen groben Aufriss über die rechtlichen Herausforderungen bei der Aufklärung von innerfamiliär begangenen Straftaten geben und die Zuhörerinnen diesbezüglich sensibilisieren.
So habe ich täglich mit innerfamiliären Konflikten zu tun und kenne die besonderen Tücken dieses Themenfeldes.Die Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt in der Familie und die strafrechtliche Aufklärung hat insbesondere während der Coronapandemie an Bedeutung gewonnen.  Dies bestätigen die steigenden Fälle von häuslicher Gewalt in den letzten eineinhalb Jahren. Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren, lade ich Sie zu meinem Vortrag und einem gemeinsamen Austausch im Anschluss ein."
Referentin:  Ebru Esmer-Yildiz , Rechtsanwältin Schwerpunkte Straf-  und Familienrecht, Mediatorin , Dozentin (Dozentin an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung   

Referentin

Ebru Esmer-Yildiz

.

Spenden erlaubt
Nur für Frauen.

Samstag, 20. November 2021 - 10:30   -   Brunch mit Vortrag

Eleanor Roosevelt - „Frauen sind wie Teebeutel. Du weißt erst, wie stark sie sind, wenn sie ins heiße Wasser geworfen werden.“

Von einer treusorgenden Mutter und Politkergattin entwickelte sich E.R. zur Führerin der Frauen der Demokratischen Partei.

Sie lieferte sich Kämpfe mit der Parteiführung über die gleiche materielle Ausstattung der Frauengruppen und erreichte im Staat New York in vielen Parteigremien eine Frauenquote von 50%. Ihr Frauennetzwerk kämpfte für Mindestlöhne und Höchstarbeitszeiten, für das Verbot von Kinderarbeit und anständige Wohnungen für alle und trug 1932 entscheidend zum Wahlsieg von Franklin D. Roosevelt als US-Präsident bei.

Veranstalter

Elisabeth-Selbert-Verein e.V.

Referentin

Brigitte Klaß

Anmeldung

Anmeldung zu diesem fingerfood-Brunch erforderlich bis Donners. 18.11. 12 Uhr
Nur für Frauen.

Samstag, 27. November 2021 - 11:00   -   Offene Galerie zur aktuellen Ausstellung

Galerie am 4. Samstag

Für Interessierte, die zu unseren normalen Öffnungszeiten keine Gelegenheit haben, die aktuellen Ausstellungen anzusehen, besteht die Möglichkeit, an jedem vierten Samstag im Monat die Arbeiten in Ruhe anzuschauen. Wenn möglich, wird die  Künstlerin anwesend sein.

Betreuung

Ingrid Schmidt

Christel Stroh

jd. 4. Samstag im Monat 11-13 Uhr
Spenden willkommen.
Für Frauen und Männer.

Sonntag, 28. November 2021 - 15:30   -   Veranstaltung

Erinnerungen

Wir alle haben viele Erinnerungen. Es ist schön, davon zu erzählen; es ist auch schön, anderen zuzuhören und sich dadurch auch wieder neu zu erinnern. Das könnte an einem Nachmittag bei Kaffee und Tee geschehen. Vorschlag für das erste Treffen: Erinnerungen an meine Einschulung und erste Schuljahre

Veranstalter

Elisabeth-Selbert-Verein

.

Spenden erlaubt
Nur für Frauen.