Themen-Brunch
Die 11 gilt seit Jahrhunderten als Narrenzahl. Entsprechend ist der Faschingsauftakt am 11.11.
1823 zog in Köln der erste Rosenmontagszug durch die Altstadt, Düsseldorf folgte 2 Jahre später, Mainz im Jahr 1837. Während in den rheinischen Hochburgen der Karneval in den bekannten Formen eine recht junge Erscheinung ist, ist die schwäbisch-alemannische Fastnet sehr viel stärker im traditionellen Brauchtum verhaftet. Der Narrensprung zu Rottweil ist bereits seit dem 16. Jahrhundert überliefert, Masken und Kostüme werden dort von Generation zu Generation weitergegeben.
Im reformierten Basel marschiert am Montag nach Aschermittwoch ein Zug von ernsten Trommlern zum „Morgenstraich“ durch die Stadt. Verpönt sind hier Pappnasen und Clownsgesichter. In der katholischen Schweiz dagegen wurden ursprüngliche Bräuche mit Maskerade und Kostümierung nach der Reformation beibehalten.
In protestantischen Gegenden wurde dem Fastnachtstreiben zum Teil entschiedener Widerstand entgegengesetzt. Die Fastnacht ging dabei in ganzen Landstrichen unter, bis durch die deutsche Romantik eine Wiederbelebung stattfand.
Und die Beueler Waschfrauen nutzten 1824 die Gunst der Stunde, um ein Damenkomitee für ihre eigenen Veranstaltungen zu gründen – die Weiberfastnacht war geboren.
ALAAF und HELAU!