Ausstellungseröffnung

Figur und Abstraktion

In der zeitgenössischen Kunst ist der menschliche Körper bis heute ein zentrales Thema geblieben. Dieses lebt zum einen von der Erfassung der menschlichen Proportionen und zum anderen  von deren Abstrahierung, um dem Klang von Farbe und Form Raum zu geben.

Auch die Bilder von Felicitas Mathé–Mix und Miriam Klempel zeugen von dieser Auseinandersetzung mit dem Sichtbaren und dem Sichtbarmachen. In der Ausstellung zeigen beide Arbeiten, die das Thema „Figur und Abstraktion“ miteinander verbinden..

Opulente BlütenTräume

Blumen und Blüten in üppiger Fülle. Farben und Formen in zarter Transparenz.

Die Bilder von Ilona Surrey gleichen einem Potpourrie an Lebensfreude ausgearbeitet auf Leinwand und hochwertigem Künstlerpapier.

Ihre Arbeiten lassen zunächst an Malerei denken und dies ist durchaus beabsichtigt. Sie verbindet die Fotografie mit anderen künstlerischen Darstellungsformen und entwickelt mit ihrer digitalen Technik einen neuen und spannenden künstlerischen Ausdruck.

L'homme nu - der nackte Mensch

Entkleidet - vom Kettenhemd der Konvention.
Auf sich selbst gestellt. Befreit.
Was bleibt, wenn alle Zierrat verschwindet?
Das Nichts, ein Vakuum, ein Abgrund?

Keinesfalls!

Die Künstlerin Dagmar Künzel zeigt, was in den Blickpunkt kommt, wenn Verkleidungen und Masken fallen - die schöne Zerbrechlichkeit des Individuums.

Eine Welt der Vielfalt an Formen, Farben, Themen und Stilen. Wirklichkeit und Möglichkeit im Blick der Künstlerin.

Cool war gestern!

Farbstark und sensibel zeigt Susanne Jakobs Gemälde eigener biographischer Wendepunkte.

Die Bilder drücken gefühlte Intensität und spontane Lebendigkeit aus. Sie sind in den letzten vier Jahrzehnten entstanden und beschäftigen sich mit zyklischen Themen wie Geburt, Liebe, Trennung, Tod.

Über die eigene Individualität setzt sich die Malerin mit der menschlichen Natur auseinander. Vergleiche zur Pflanzenwelt sind für sie naheliegend und rutschen ihr als Gartenarchitektin und Gärtnerin fast aus der Feder.

Erdansichten

Künstlerische Auseinandersetzung mit regionaler Identität.

Die Berufsausbildung zur Landwirtin prägte das Bewusstsein für die besondere Bedeutung von Boden und Erde. Jede Region hat durch verschiedene Bodenbeschaffenheiten ihren eigenen Farbklang. In Zusammenarbeit mit Ortskundigen sammle ich regionales Material und Eindrücke – Flurnamen, Formen, Linien, Strukturen. Durch Abstraktion entstehen künstlerische Bodenprofile. Die Flurnamen in dem jeweiligen Dialekt des Ortes werden vor dem Vergessen bewahrt.

Menschen-Bilder

Was ist der Mensch? Sigrun Bennemann versucht sich dieser Frage vielschichtig zu nähern. Sie malt seit 40 Jahren vornehmlich autodidaktisch, in den letzten Jahren auch Beschäftigung mit digitaler Grafik. Immer wieder sind es Frauen bzw. Menschen, die sie darstellt. Auf der Suche nach dem „Sichtbaren“ arbeitet sie zunehmend in einem abstrahierenden Gestus.

Eine andere Herangehensweise an den Menschen war es, dass sie Medizin studierte, Psychiaterin und Psychotherapeutin wurde. Sie arbeitet seit 1997 in eigener Praxis in Marburg.

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