Brunch mit Vortrag

"Das kunstseidene Mädchen"

Das kunstseidene Mädchen ist 1932 Irmgard Keuns großer Erfolg. Nach dem 1. Weltkrieg hatte sich das Bild der Frau sehr gewandelt: Die Röcke wurden kurz, die Haare auch. Durch die Industrialisierung gab es nun viele Arbeitsplätze in Büros für Frauen, leider schlecht bezahlt. Es reichte nicht für Seide, aber wenigstens für Kunstseide. Keuns schnodderiger Stil kommt nicht nur in Berlin gut an, auch ihr 1. Buch „Gilgi, eine von uns“ hat 1931 Erfolg. Die Nazis nennen das „Asphaltliteratur“, und Keun kann nicht mehr schreiben.