Aktuelles aus dem Frauenkulturzentrum

Von der Willkommenskultur zur Gefahrenabwehr

Unter dem Titel „Integration hat viele Gesichter“ sprach Astrid Eibelshäuser, Dezernentin für Bildung und Integration, auf der Mitgliederversammlung des Elisabeth-Selbert-Vereins, Träger des Frauenkulturzentrums über die Entwicklung der Zuwanderung auch in unserer Stadt.
1950 war jeder zweite Einwohner ein Zugewanderter oder Flüchtling. Ganze Stadtviertel, z. B. das Gebiet um die Sudetenlandstraße, entstanden in dieser Zeit.


Kooperation mit dem Stadttheater

Foto: Stadttheater

Eine neue Kooperation mit dem Stadttheater ist erfolgreich gestartet. Am Sonntag, 4. 2. hatte die Dramaturgin, Monika Kosik, das Stück „Triptychon des Ankommens“ im Frauenkulturzentrum vorgestellt und berichtet, wie sowohl sie sich als auch die beiden Schauspielerinnen auf das Stück vorbereitet und sich den Protagonistinnen genähert haben. Am 16. 2. konnten dann alle Interessierten das Stück gemeinsam ansehen, das im taT auf verschiedenen Ebenen dargeboten wurde.


Neujahrsempfang mit viel Schwung und Begeisterung in die neue Programmperiode

foto: c.stroh


Toni Matthes beim Brunch zum Thema "Upcycling – aus alt mach neu".

Foto: I. Schmidt

Stimmt das wirklich? 118 Kleidungsstücke hat frau durchschnittlich in ihrem Kleiderschrank. Diese Mitteilung von Toni Matthes, Sprecherin des Gießener Textilbündnisses, wurde von den überraschend vielen anwesenden Frauen zunächst mit ungläubigem Lachen quittiert.  Was dann folgte, brachte aber alle zum Staunen. Taschen aus Herrenhemden. Flaschenhüllen aus den Ärmeln derselben, T-Shirts als Taschen oder plötzlich nach ein paar Schnitten mit der Schere mit Gittermuster am Rücken oder Fransen am unteren Ende.


„Vielheit“ muss gestaltet werden - AsF zu Gast zum Thema "Gesellschaft im Wandel - Gießen im Wandel"

Foto: I.Bietz

Beim gut besuchten Junibrunch, den dieses Mal die AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) ausgerichtet hatte, referierte die Dezernentin Astrid Eibelshäuser, zu deren Aufgabenfeld auch der Bereich Integration gehört, zum Thema „Gesellschaft im Wandel – Gießen im Wandel“.
Nicht nur der demografische Wandel und die zunehmende Digitalisierung, sondern auch die Migration, die inzwischen zur Normalität gehöre, verändere unsere Gesellschaft und verändere und bestimme auch das Zusammenleben in den Kommunen.


Das Projekt "Ferien vom Krieg" stellt sich beim Brunch vor

Das Projekt "Ferien vom Krieg" hatte ursprünglich zum Ziel, Kindern aus den Balkankriegen  einen unbeschwerten Urlaub zu ermöglichen. Barbara Esser berichtete jetzt bei einem Brunch von einem neueren Projekt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Zweimal im Jahr findet in Deutschland ein zweiwöchiges Seminar statt, an dem jeweils 25 junge Menschen aus Palästina und Israel teilnehmen.


Neue Ausstellung im Zentrum

Foto: U. Kirschbaum

Vor vielen Gästen eröffnete Annemarie Stein im Namen des Elisabeth-Selbert-Vereins die Ausstellung "Vielseitig" von Ulrike Kirschbaum, die noch bis zum 24.6. zu sehen sein wird. Eine Einführung in die ausgestellten Arbeiten gab Annelie Müller.

Es ist die dritte Ausstellung von insgesamt sechs in diesem Jahr. Der Verein bietet Frauen die Möglichkeit seit Jahren an, das Interesse daran hat deutlich zugenommen, wie die Warteliste zeigt.


Weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland

Foto: Christel Stroh

Als größte Menschenrechtsverletzung auf der Welt bezeichnete Irma Bergknecht von TERRE DES FEMMES die immer noch vor allem in afrikanischen Ländern wie Somalia, Eritrea, Äthiopien, Mali und auch Ägypten praktizierte Genitalverstümmelung von Frauen, genauer von Mädchen, meist schon im Kindesalter. Die Zahl weltweit wird auf 200 Millionen geschätzt, die in Europa auf 500.000.  Aber auch in Deutschland gehen Schätzungen davon aus, dass ca. 50.000 Frauen betroffen sind und ca. 5000 Mädchen gefährdet sind. Diese werden oft für diese grausame Prozedur in ihr Heimatland gebracht.


Die Familie Bronté

Foto: Christel Stroh

In einem informativen Vortrag im Anschluß an den traditionellen Brunch stellte Gaby Rehnelt die Geschichte der Familie Bronté vor. Über dreißig Frauen waren der Einladung gekommen und ließen sich von der lebendigen und unterhaltsamen Vortragsweise der Referentin in den Bann ziehen


Neujahrsempfang im Frauenkulturzentrum

Foto: Christel Stroh


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